Ich stand zu Beginn vor der Entscheidung soll ich mir ein Desktop Setup mit Mac mini oder doch zum Macbook Pro greifen als portable Lösung für alles. Letztendlich habe ich mich für MacBook Pro 2021 in der schwächsten Variante entschieden. Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass das MacBook leider für den täglichen Gebrauch zu Hause nicht ganz das optimal […]
Ich stand zu Beginn vor der Entscheidung soll ich mir ein Desktop Setup mit Mac mini oder doch zum Macbook Pro greifen als portable Lösung für alles. Letztendlich habe ich mich für MacBook Pro 2021 in der schwächsten Variante entschieden. Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass das MacBook leider für den täglichen Gebrauch zu Hause nicht ganz das optimal ist. Daher habe ich mich nun dazu entschlossen ein iPad mit einer Tastatur als Laptop Ersatz zu nutzen und heute möchte ich erzählen wie und ob das funktioniert hat.
Gut ich stand zu Beginn vor der Entscheidung „All In“ und vom Windows Laptop auf das MacBook zu wechseln in dem Punkt auch auf den Apple Silicon Chip M1 pro zu setzen. Versteht mich nicht falsch ich bin ein echt großer Fan MacBook Pros und kann damit ohne Problem 4K Videos schneiden ohne das Lüfter laut wird oder das man Verbrennungen erleidet. Jedoch ist der tägliche Einsatz zu Hause, also wenn ich das MacBook Pro mit heim nehmen nicht so unkompliziert wie ich das zu Beginn gedacht habe.
Ich hab mir vorgestellt dass ich das 16 Zoll MacBook Pro ohne Probleme in den Rucksack mitnehme und zuhause weiter arbeiten werde. Das funktioniert aber nicht so gut wie ich mir das vorgestellt habe, also es funktioniert natürlich, aber leider nicht so easy wie ich mir das gedacht habe. Denn schließlich führ ich zu Hause nur grundlegende Arbeiten durch, wie Texte schreiben oder Internet Recherche, aber kein Heavy Load wie zum Beispiel Videoschnitt. Dafür dann immer das recht schwere MacBook mit zunehmen war schon mühsam.
Daher war meine Überlegung ob ich nicht vielleicht ein iPad Pro besorge und das als Laptop Ersatz beziehungsweise als zweit Display verwende. Das hätte aber nicht so gut funktioniert, denn das iPad Pro hat ein 13 Zoll Bildschirm was für ein iPad iPad richtig groß ist aber für einen zweiten Schirm nicht wirklich viel ist, daher habe ich mich dazu entschlossen fürs Büro einen iMac mit 27 Zoll umzubauen und für zu Hause ein iPad zu verwenden. Ich habe mich dann letztendlich für das iPad der zehnten Generation entschieden. Mir wichtig war dass ich an der Vorderseite kein Fingerprint Sensor hab sondern auf der Seite dadurch ist der Bildschirm auch etwas größer und man kann das iPad perfekt mit einer Tastatur zu Hause nutzen.
Natürlich muss man dann auch hier einige Abstriche machen vor allem in der Leistung, zwar gibt es fürs iPad auch schon FinalCut aber dieses läuft nur auf dem iPad Pro. Daher beschränke ich mich zuhause nur auf Basic Dinge wie eben Skript schrieben oder bisschen Internet surfen. Dafür ist das iPad wirklich optimal geeignet.
Mit einer Tastatur in der Magic Keyboard Variante sehe ich kaum Unterschiede zu einem herkömmlichen Laptop. Natürlich handelt es sich hier nicht um die originalen Magic Tastatur von Apple denn die kostet zurzeit 370€, mehr als ich für dieses iPad gezahlt habe. Ich habe mir es gebraucht gekauft und etwa 320€ gezahlt.
Die Tastatur die ich in Verwendung habe ist ein Nachbau von HOU, natürlich ist hier das Schreibgefühl nicht ganz so gut wie beim original aber für etwa 110€ NEU kann man nicht meckern. Für den gelegentlichen Einsatz ist diese Kombi ein echter Traum. Besonders gut gefällt mir an der Tastatur dass hier das iPad mittels Magneten haftet und nicht umständlich aus einer Hülle gedrückt werden muss.
Ein großer Vorteil den zum Beispiel mein iPhone 13 mini noch nicht hat ist der USB C Anschluss hier muss ich keine Sorgen haben dass ich schwer an Strom komme denn fast überall gibt es schon USB C Anschluss. Leider ist es hier ein USB 2.0 mit etwa 480mbit was etwa 60mb pro Sekunde entspricht kein Geschiwndigkeitswunder aber immerhin USB C.
Ein großer Vorteil den ich gegenüber einem MacBook habe ist das Touchdisplay
Man kann Dinge auf dem Display intuitiver bedienende und es funktioniert auch deutlich schneller, Dinge auszuwählen anzuklicken oder einfach zu scrollen. Wenn man dann auch noch ein Apple Pencil verwendet ist zumindest der Kreativität kein Limit gesetzt und Notizen schnell mal runter schreiben funktioniert ohne Probleme und man kann sogar pdfs bearbeiten und durch die Handschrift erhält alles einen viel persönlicheren Touch.
Einer der größten Nachteile ist das Betriebssystem denn hier drauf läuft iPad OS 17.4 und wer glaubt dass das Mac OS einen etwas einschränkt, der wird hier wahrscheinlich kein Spass haben. Am meisten ärgert mich wohl die Ordner Struktur. Ich selbst nutze ein Synology NAS welches mit all meinen Geräten verbunden ist. Angefangen von dem iPhone meiner Frau und meines wo ein stetiger Kamera-Upload statt findet, im Büro mein MacBook welches Synology Drive verfügt und Datensätze ähnlich wie bei einer Dropbox lokal gespeichert werden. Dadurch ist mir möglich auch von meinem iPad mittels Internetzugang auf alle Daten zuzugreifen. Sowohl auf die Daten in Synology Drive als auch größere Dateien die mit dem Webinterface über Safari Downloaden kann.
Hier beginnt das Problem wenn ich Dateien auf meinem iPad bearbeiten möchte, müssen die erst lokal downgeloadet werden und erst danach kann ich diese bearbeiten. Am Mac funktioniert dies unkomplizierter hier kann ich Datein aus Synology Drive lokal speichern.
Ich muss ehrlich sagen dass ich durch die Apple Silicon Chips wirklich verwöhnt bin. Ich möchte alles mobil haben unterwegs Vidoes schneiden kein Lüfter hören und außerdem eine lange Akkulaufzeit haben. Dies geht natürlich bei dem iPad nicht, irgendwo muss man dann auch hier Abstriche machen. Man darf aber nicht vergessen hier hat man ein 400€ Gerät und ein M2 MacBook Pro 13 Zoll kommt auf etwa 1400€. Oder wenn es etwas weniger Leistung sein kann dann auf jedenfall den besten Laptop am Markt und dass ist meiner Meinung nach das MacBook Air mit einem M1 Prozessor. Hier erhält man ordentlich Leistung für einen super Preis. Neu für etwa 900€ zu bekommen und gebraucht für etwa 600€.
Das sind dann auch schon die größten Nachteile die ich finden konnte, denn ich muss ehrlich sagen, für mich funktioniert ein iPad wirklich gut als Laptop Ersatz. Vor allem wenn man viel mit dem Rucksack unterwegs ist, ist man für jedes kg an Gewicht weniger, echt dankbar. Das iPad hier mit einer Tastatur wiegt etwa 1,1kg ein MacBook Air m1 13 Zoll etwa 1,3kg und mein MacBook Pro 2021 16zoll wiegt 2,1kg und ein Kilogramm weniger spürt man auf den Tag verteilt schon recht deutlich.
Also für wen eignet sich nun so ein iPad und kann man damit wirklich einen Laptop Ersatz verwenden. Ich glaube fast nicht dass man hier ganz den Laptop ersetzten kann. Schließlich ist man durch das iPad OS schon etwas in der Handhabung eingeschränkt. Wer auf der Suche ist nach einem guten Setup für zuhause. Also wenn es nicht mobil sein muss dann auf jeden Fall ein Mac Mini super Preis Leistung Verhältnis und für unterwegs wenn keine leistungsstarken Programme verwendet werden dann spricht alles für ein iPad mit Tastatur. Wer nun unterwegs auch Heavy Loads wie Videoschnitt machen möchte der wird um ein MacBook Pro herumkommen. Man muss aber betonen das hier das Arbeiten durch die neuen Apple Silicon Chips deutlich verbessert wurde. Nie im Leben hätte ich mir gedacht, dass man unterwegs auch FinalCut verwenden kann und niemand durch die Lüfter Geräusche gestört wird. So wie es bei den älteren windows Laptops war.
Bevor man sich in den Kauf neuer Technik hineinstürzt sollte man auf jeden Fall seine Bedürfnisse kennen. Ich kann ein iPad als Laptop Ersatz fast durchgehen. Man wird aber wahrscheinlich schnell an Grenzen stoßen daher eher mehr Erweiterung als Ersatz.