Die Rebel sind bereits meine dritten In-Ear Kopfhörer von „Marley“. Wer „House of Marley“ nicht kennt, dem kann ich sagen hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Wo andere Hersteller immer noch auf Kunststoff setzten, verzichtet Marley weitgehend darauf. Wenn Kunststoff dann nur aus nachhaltigen Quellen. Ein großer Teil des Geldes wird dann wahrscheinlich von den Materialien und des nachhaltigen Handeln verschlungen, denn klangtechnisch sind diese Kopfhörer unteres Mittelfeld und können mit In-Ears aus dieser Preisklasse nicht ganz mithalten. Dennoch vergebe ich 5 Sterne, da der Umwelt-Gedanke für mich persönlich am wichtigsten ist und in diesem Punkt ist „House of Marley“ mit den Rebel Ear-Buds ganz weit vorne.

Erster Eindruck / Verpackung

Die Verpackung ist auf den Punkt gebracht. Keine unnötigen Beigaben, Kunststoff ist als Verpackungsmaterial voll kommen entfernt. Es macht richtig Spaß diese In-Ears auszupacken. Das mitgelieferte Kabel, welches meiner Meinung auch nicht mehr von Nöten ist, ist nur mit einem Art Leinen-Faden festgebunden. Die In-Ear-Noppen werden auch nur durch einen grob wirkenden Faden zusammengehalten. Das Lade Case hat eine raue Oberfläche, die danach aussieht, dass es sich um wiederverwendete Materialien handelt. Das Case verfügt über kein wireless charging, hat aber dafür USB-C-Anschluss und macht auf den ersten Blick alles richtig. Die In-Ears haben Akzente aus Bambus der auch auf dem Case vorhanden ist. Die In-Ears verfügen über einen Sensor, der wahrnimmt ob die Rebel in den Ohren stecken. Alles stimmig aus und es gibt keine Mängel in der Verarbeitung. Erster Eindruck fällt ordentlich aus.

Nachhaltigkeit

Als verwendete Materialien kommen unter anderem zum Einsatz:

  • Bambus
  • Recyclebares Aluminium
  • Regrind™ Silikon
  • Recycletes Papier
  • Recycleter Kunststoff

House of Marley hat es sich als Aufgabe gemacht den Planeten Erde so wenig wie möglich zu belasten. Dies wird einerseits durch wiederverwendbare Materialien und die Wiederaufforstung erreicht. Für mich persönlich sind solche Aspekte auch sehr wichtig. In den letzten Jahren hat meine Familie einige Veränderungen durchgemacht die nicht nur uns helfen soll gesünder zu leben, sondern auch helfen soll unseren Planeten zu schützen. Neben Veränderung des Essverhalten, Unterstützung lokaler Projekte sind vor allem ein Umdenken in Bezug auf kurzlebiger Elektronik ein Beitrag den wir versuchen zu leisten. Daher sind mir Punkte wie wiederverwendbare Materialien wichtig.

Möglichweise ist das Verwenden von Bambus noch nicht ganz ausgereift, da es hier noch keine einheitlichen Siegel gibt, die versichern woher der Bambus stammt und unter welchen Bedingungen dieser gepflanzt und gefällt wurde.

Die anderen Materialien die aus nachhaltigen Quellen gelangen sind genau die Schritte die getan werden müssen um auch in Zukunft, Freude an unserem Planeten zu haben. Daher ist für mich persönlich der Nachhaltigkeits-Gedanke wohl der wichtigste.

Tragekomfort

Die Rebel bieten durch die recht kleine Bauweise ausgesprochen guten Tragekomfort. Die In-Ears drücken nicht unangenehm und das auch nicht nach längerem Tragen. Einmal richtig eingesetzt, sitzen die Rebel gut und sicher im Ohr, auch beim Sport habe ich kein Verrutschen bemerkt. Gut gefallen hat mir der Sensor, der wahrnimmt ob die Rebel im Ohr sind, wird ein In-Ear aus dem Ohr genommen stoppt die Wiedergabe. Diese Funktion haben bereits einige Hersteller bei ihren In-Ears auch verbaut. Daher nichts neues aber dennoch gut das dieses Feature on Board ist. Falls mal die Ohrhörer unbeabsichtigt entfernt werden, läuft das Hörbuch oder der Song nicht weiter.

Sound

Obwohl die Rebel wohl nicht die günstigsten In-Ears sind, wurden hier eher mittelmäßige Treiber verwendet die leider nur Sound im LALA-Bereich ans Trommelfell liefern. Höhen und vor allem der mittlere Frequenz-Bereich ist lasch, Tiefen sind noch einigermaßen gut erkennbar und Bass ist deutlich vorhanden. Im Allgemeinem würde ich das Klangspektrum eher warm bezeichnen. Warm mit ordentlich Bass dahinter, eben das die meisten Leute mögen. Es darf aber niemanden wundern, der recht hohe Preis ist mit den verwendeten Materialien in Verbindung zu bringen. Da bleibt leider nicht mehr genug Geld übrig um erstklassigen Sound zu bieten.

abschließende Worte

Abschließend kann ich sagen, dass mir die Rebel von House of Marley gut gefallen haben. Toller Nachhaltigkeits-Gedanke in Verbund mit sehr guter Verarbeitung, lässt kaum Raum für Beanstandungen. Nur der Sound lässt zu wünschen übrig. Da mir persönlich der Nachhaltigkeitsgedanke wohl am wichtigsten ist, bewerte ich die Kopfhörer mit 5 Sternen da ich den eher mittelmäßigen Sound im Gegenzug zum Umweltgedanken verkraften kann. Wer aber auf der Suche ist nach perfektem und ausgewogenem Klang ist meiner Meinung nach mit anderen In-Ears besser beraten.

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